Babyschlaf: Schlaf bei Säuglingen und Kleinkindern

https://www.chicco.de/dw/image/v2/BJJJ_PRD/on/demandware.static/-/Sites-Chicco-Germany-Library/de_DE/dw9e68a6aa/site-DE/08-Ratschläge/ARTICLES/schlaf/Bild_Babyschlaf_Ratgeber.jpg


Wo sollten Kinder schlafen? Ab wann schlafen Babys durch? Und warum sollten Babys nicht auf dem Bauch schlafen? Frischgebackene Eltern beschäftigen zahlreiche Fragen rund um den Schlaf Ihres Babys. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass korrekter Babyschlaf entscheidend für die Entwicklung eines Kindes ist.


Vom Co-Sleeping über das Kinderbett bis hin zum Montessori-Bett

Kinder haben unvorhersehbare Schlafmuster. Genau zu wissen, wie viel ein Säugling schläft, wann und wie sich das Schlafmuster verändert, ist unmöglich. Wir wissen jedoch, dass sich im Laufe der ersten Jahre, meist in den ersten 3–4 Jahren, die familiären Anforderungen und die schlafbezogenen Bedürfnisse kontinuierlich ändern. Aber was sind diese Bedürfnisse, wann und wie verändern sie sich? Welche Raumaufteilung sollte zu Hause gewählt werden, welche Betten sind geeignet, um die Bedürfnisse des Kindes bestmöglich zu begleiten und gleichzeitig Mama und Papa zu unterstützen?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler empfehlen, in den ersten 6 Monaten – idealerweise sogar im ersten Lebensjahr – in der Nähe des Babys zu schlafen. Diese Praxis wird als Co-Sleeping bezeichnet und ist eine optimale Lösung für die Anfangszeit mit einem Baby. Mit den Monaten wächst das Kind, doch viele Eltern haben weiterhin das Bedürfnis, das Baby in der Nähe zu haben – sei es, um die Betreuung zu erleichtern, Sicherheit zu gewähren oder es in schwierigen Phasen zu begleiten, etwa beim Zahnen, Abstillen oder sobald Mama wieder arbeitet.

Es gibt keinen festen Zeitpunkt, ab dem ein Kind nicht mehr im gleichen Raum wie die Eltern schlafen sollte. Es ist daher gemeinhin empfohlen, das Verhalten des Kindes sorgfältig zu beobachten und auf die Bedürfnisse von Kind und Familie zu achten.

Am wichtigsten ist es, einen sicheren Ansatz für das Co-Sleeping zu wählen und geeignete, langlebige Produkte zu verwenden, auch wenn das Kind schon älter ist. Dies gilt besonders nach den ersten 6 Monaten, wenn das Baby schon viele motorische Fähigkeiten entwickelt hat. Eine Umgebung zu schaffen, die das Kind willkommen heißt und schützt, ist entscheidend, um die unkomplizierte Entwicklung des Babys zu gewährleisten und den Eltern Sicherheit zu geben.

Mehr dazu: Co-Sleeping-gemeinsam schlafen für mehr Geborgenheit

Co-Sleeping auch über die ersten Monate hinaus fortsetzen?

Wie kann das Baby im Raum bleiben, wenn das Kinderbett zu klein und damit unsicher wird? Viele Eltern entwickeln eigene DIY-Lösungen, etwa ein herkömmliches Holzkinderbett mit erhöhten Seiten direkt ans Elternbett zu stellen. Diese Lösung birgt jedoch zwei Probleme: Einerseits kann sie gefährlich sein, da sie nicht sicher am Elternbett befestigt ist und sich bewegen kann, wodurch eine Lücke zwischen den Betten entsteht. Andererseits können die Holzlatten auf der Elternseite den Kontakt und die Pflege des Babys erschweren.    

Unser Rat: Von Anfang an ein Kinderbett kaufen, das sich allenfalls auch für längeres Co-Sleeping eignet. Sollten Sie schließlich den Entschluss fassen, die Co-Sleeping-Phase zu verlängern sind Sie somit bestens dafür gerüstet. Optionen sind beispielsweise das Chicco Next2me Forever, wodurch sicherer Babyschlaf und verlängertes Co-Sleeping auch über die ersten 6 Monate hinaus ermöglicht werden kann.   

Mehr dazu: Neugeborene - wie sie schlafen sollten

Der erste Geburtstag: eine Übergangsphase

Zu einem bestimmten Zeitpunkt, wenn die Eltern es für richtig halten, ist es sinnvoll, dem Kind auch beim Schlafen allmählich mehr Autonomie zu gewähren. Dieser Zeitraum beginnt oft um das erste Lebensjahr: Manche Kinder sind schon mit 9 Monaten bereit, andere entwickeln sich allmählich im zweiten Lebensjahr weiter.

Ein möglicher Anfang: Das Baby bleibt im gleichen Raum wie Mama und Papa, wird aber in ein herkömmliches Kinderbett mit Gitterseiten gelegt, das etwas vom Elternbett entfernt steht. Wenn das Kind nachts nach Mama oder Papa ruft, sollte man nicht sofort reagieren, sondern einen Moment abwarten. Sobald man das Bett erreicht, prüfen, ob das Baby etwas stört, und versuchen, das Kind mit der Hand zu beruhigen, sanft zu sprechen oder ein Schlaflied zu singen, ohne es sofort hochzunehmen. In dieser „Übergangsphase“ ist ein Kinderbett mit erhöhten Seiten besonders nützlich.

Wann das Kind im eigenen Zimmer schlafen sollte

Wenn das Kind in dieser Übergangsphase ruhig wirkt, ist der nächste wichtige Schritt angesagt: das eigene Zimmer. Dies sollte nicht mit großen Lebensereignissen wie Umzug, Kindergartenstart, Babysitterwechsel oder der Geburt eines Geschwisters zusammenfallen. Ziel ist der Schritt zum „großen Kind“.

Wir empfehlen, das gleiche Bett zu verwenden, in dem das Kind bisher geschlafen hat. So findet es etwas Vertrautes im neuen Zimmer. Das Zimmer sollte auch Kuscheltiere oder andere Gegenstände enthalten, an die das Kind gewöhnt ist. Ein wichtiger Hinweis: Im Kinderbett selbst sollten keine Kuscheltiere oder andere Gegenstände liegen.

Wunsch nach Autonomie: Das Montessori-Bett –wann und wie es eingesetzt wird

Mit dem Wachsen des Kindes werden wichtige Meilensteine in geistiger und motorischer Entwicklung erreicht: beispielsweise mehrere Stunden schlafen, ohne einen Elternteil in der Nähe zu brauchen, oder selbstständiges Gehen.

Das Kind zeigt allmählich den Wunsch nach Autonomie – nicht als Loslösung von den Eltern, sondern in erster Linie als Wunsch, Dinge selbst zu tun, um zu lernen und zu wachsen. Dieser Wunsch wird besonders in der ersten Hälfte des zweiten Lebensjahres (ca. 15–18 Monate) deutlich.

Eltern können die Autonomie fördern, indem sie das Zuhause so gestalten, dass das Kind sich frei bewegen kann. Beim Schlafen kann ein Montessori-Bett verwendet werden – ein ebenerdiges „offenes“ Bett wie das Chicco Next2me Forever, das dem Kind ermöglicht, selbstständig hinein- und herauszugehen und damit seinem Bedürfnis nach Eigenständigkeit entgegenkommt.