Falsche Mythen über den Schnuller: wahr oder falsch?

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Wir räumen mit den häufigsten Irrtümern über den Schnuller auf

Der Schnuller ist ein viel genutztes Hilfsmittel für Babys – und zugleich Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Rund um seinen Einsatz kursieren bis heute viele Mythen und Missverständnisse. Hier erfahren Sie, was wirklich stimmt und was nicht.

Der Schnuller ist nur eine schlechte Angewohnheit

FALSCH.

Saugen ist ein grundlegendes Bedürfnis von Neugeborenen und kein Laster. Es unterstützt nicht nur die Nahrungsaufnahme, sondern vermittelt Ihrem Baby Ruhe und Sicherheit. Das Saugen regt zudem die Produktion von Serotonin an – ein wichtiger Botenstoff für Stimmung und Schlaf –, was Ihr Kind beruhigt, den Herzschlag reguliert und die Atmung während des Schlafs stabil hält.

Die Form des Schnullers spielt keine Rolle

FALSCH.

Die Form des Schnullers ist entscheidend für die richtige Entwicklung von Gaumen und Zunge. Ein ungeeigneter Schnuller kann die natürlichen Zungenbewegungen (Cupping) behindern oder eine falsche Position der Zunge fördern.

Die PhysioForma-Schnuller von Chicco sind anatomisch-funktionell geformt und unterstützen die natürliche Mundentwicklung sowie eine gesunde Zahnstellung:

  • seitliche Wölbung für den richtigen Druck auf den Gaumen
  • kleine Saugergröße und passende Festigkeit
  • nach oben geneigte Form mit Vertiefung, um die Zunge hoch am Gaumen zu halten und die natürliche Atmung zu fördern. (1)

Der Schnuller stört das Stillen

FALSCH.

Studien, die im Journal of Pediatrics veröffentlicht wurden, zeigen: Wenn das Stillen gut etabliert ist (gute Milchproduktion, korrektes Anlegen, regelmäßige Gewichtszunahme), beeinträchtigt der Schnuller das Stillen nicht. Bei Babys, die ausschließlich mit der Flasche ernährt werden, kann der Schnuller von Anfang an genutzt werden.

Der Schnuller muss beim Schlafen entfernt werden

FALSCH.

Die Verwendung des Schnullers im Schlaf kann laut der Amerikanischen Akademie für Kinderheilkunde sogar das Risiko für den plötzlichen Kindstod (SIDS) senken.

Wenn der Schnuller herunterfällt, kann man ihn im Mund reinigen

FALSCH.

Diese Angewohnheit überträgt Bakterien aus dem Mund der Eltern auf Ihr Baby und erhöht das Risiko für Karies oder Infektionen im Mundraum.

Der Daumen ist besser als der Schnuller

FALSCH.

Der Daumen ist nicht an die Form des Gaumens angepasst und kann dessen Entwicklung negativ beeinflussen. Außerdem ist es viel schwieriger, Ihrem Kind das Daumenlutschen abzugewöhnen als den Schnuller wegzulassen.

Den Schnuller in Honig tauchen ist unbedenklich

FALSCH.

Zucker oder Honig erhöhen das Risiko für Karies an den Milchzähnen und sollten niemals verwendet werden.

Ein kleinerer Schnuller ist besser

FALSCH.

Der Schnuller muss nicht nur qualitativ hochwertig und in gutem Zustand sein, sondern auch zur Mundgröße Ihres Kindes passen. Darum gibt es Schnuller in verschiedenen Größen, die dem Wachstum der Mundhöhle angepasst sind.

Der Schnuller sollte so früh wie möglich abgewöhnt werden

FALSCH.

Bis etwa 6–7 Monate kann der Schnuller nach Bedarf gegeben werden. Während der Lallphase und der Sprachentwicklung sollten Sie seine Nutzung im Spiel reduzieren, jedoch nicht abrupt beenden – sonst könnte Ihr Baby anfangen, am Daumen zu lutschen.


Laut Bundesgesundheitsministerium wird empfohlen, die Schnullernutzung ab dem 2. Lebensjahr langsam zu reduzieren und spätestens bis zum 3. Geburtstag vollständig abzugewöhnen. Dabei sollten Sie ruhige Phasen wählen und keine Umbruchsituationen wie Kita-Start oder ein Geschwisterchen nutzen, um das Abgewöhnen einzuleiten.

Quellen

  1. Luca Levrini et al., Biomechanical analysis of different pacifiers and their effects on the upper jaw and tongue, 2025.
  2. Karen Duncan et al., Sucking habits in childhood and the effects on the primary dentition: Avon Longitudinal Study of Pregnancy and Childhood.
  3. Bundesgesundheitsministerium, Leitlinien zur Förderung der Mundgesundheit und Prävention oraler Erkrankungen im Kindesalter.