Kindern Liebe und Respekt für die Umwelt vermitteln

von Katia Biundo - Pädagogin

Wie man Kindern beibringt, sich um die Umwelt zu kümmern

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Wie können wir gemeinsam mit unseren Kindern zur Verbesserung der aktuellen ökologischen Situation beitragen? Und wie bringen wir ihnen Liebe und Respekt für die Umwelt bei? Der erste Schritt ist die Erkenntnis, dass Kinder von klein auf „kompetent“ sind und ihr natürliches Interesse und ihre Neugier für Tiere und die Natur ein idealer Ausgangspunkt für Eltern sein können, um ihnen ein größeres Bewusstsein für den Umweltschutz zu vermitteln.

Wie lernen Kinder, den Planeten Erde zu respektieren? Durch das Vorbild der Erwachsenen. Jeder kann und sollte etwas tun, gemeinsam, Groß und Klein.

Erwachsene als Vorbilder für umweltbewusstes Handeln

Kinder lernen den respektvollen Umgang mit der Natur durch das Vorbild der Erwachsenen. Einige Anregungen: Wir können zum Beispiel damit anfangen, den Wasserhahn beim Zähneputzen zu schließen, zu Hause und unterwegs konsequent Müll zu trennen, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, bis hin zu Besuchen auf Bauernhöfen, die einen respektvollen Umgang mit Tieren pflegen. Die Botschaft, die wir vermitteln sollten, lautet: Jeder Mensch, unabhängig vom Alter, kann und sollte seinen Beitrag leisten.

Wie man Kindern Respekt für die Umwelt vermittelt

Heute ist es wichtiger denn je, Kinder für den Umweltschutz zu sensibilisieren. Kinder brauchen direkte Erfahrungen in den Natur, um wirklich lernen zu können. Ein Spaziergang durch den Park oder das Betrachten einer Blume genügt nicht mehr, um sich der Natur verbunden zu fühlen, Kinder brauchen echte Erlebnisse, die ein tiefes Gefühl der Liebe zur Erde fördern. Deshalb ist eine konkrete Umweltbildung sowohl zu Hause als auch in der Schule wichtig. Kinder sollen nicht nur abstrakte Informationen aufnehmen, sondern die Natur bewusst erleben, als Teil eines größeren Ganzen, mit dem Gefühl, Verantwortung zu tragen.

Umweltbewusstsein fördern durch einfache Alltagsgesten

Bereits 1993 wurde ein kleines Buch zum Thema Umweltschutz veröffentlicht: „50 Dinge, die du mit deinen Kindern tun kannst, um den Planeten zu retten“ (50 Simple Things You Can Do to Save the Earth). Das Büchlein enthielt viele kleine und scheinbar banale Vorschläge, doch wenn wir alle diese Ideen umgesetzt hätten, könnten wir heute einen Unterschied machen. Wir müssen daher lernen, unsere täglichen Handlungen bewusster wahrzunehmen und unsere Denkweise über Umweltschutz überdenken und zwar beginnend bei unseren Kindern. Heute mehr denn je sind wir in der Pflicht, neue Gewohnheiten zu schaffen, um Umweltverschmutzung auf dem Land und in den Meeren zu verringern.

Praktische Tipps für mehr Umweltbewusstsein bei Kindern

Hier einige konkrete Ideen, die Sie gemeinsam mit ihren Kindern umsetzen können:


  • Die Bedeutung der Mülltrennung erklären und gemeinsam üben.
  • Kinder dazu ermutigen, saisonales Obst und Gemüse zu bevorzugen.
  • Kinder anleiten, achtsam mit Lebensmitteln umzugehen und Portionen zu bemessen, um Verschwendung zu vermeiden.
  • Beibringen, wie man Lebensmittelreste weiterverwertet (z. B. altbackenes Brot zu schmackhaften Klößchen verarbeiten).
  • Bereits beim Beikoststart auf eine gesunde Ernährung achten.
  • Den Geschmack von Obst und Gemüse gemeinsam entdecken, statt zu industriellen Snacks zu greifen.
  • Bauernhofbesuche unternehmen, um Tiere und die Natur kennenzulernen.
  • Zeit nehmen für einfache gemeinsame Spiele, z. B. mit Wasser oder wiederverwendeten Haushaltsmaterialien.
  • Zusammen kochen, Kinder sollen Lebensmittel anfassen, Farben und Düfte wahrnehmen dürfen, mit liebevoller Erklärung durch die Erwachsenen.
  • Gemeinsam Essensreste wegräumen oder Windeln im richtigen Mülleimer entsorgen.
  • Mülltrennsysteme mit passenden Symbolen und Bildern kennzeichnen, sodass selbst kleine Kinder sich daran beteiligen können.


Diese kleinen, aber regelmäßigen Handlungen helfen dabei, ein langfristiges und respektvolles Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln.

Letztlich liegt es an uns Erwachsenen, durch unser verändertes Verhalten den Kindern Respekt und Achtsamkeit für die Umwelt vorzuleben.