Tipps für werdende Väter: Gut vorbereitet auf die Vaterrolle

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Was es bedeutet, Vater zu sein – und wie Sie sich darauf vorbereiten können

Die Schwangerschaft und die Ankunft eines Kindes sind zweifellos Momente großer Freude für ein Paar. Gleichzeitig bringen sie jedoch auch viele Veränderungen mit sich und markieren einen bedeutenden Wendepunkt – sowohl für die Frau als auch für den Mann, wenn auch auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen Reaktionen.

Die offensichtlichsten Veränderungen – von der Schwangerschaft bis zur Geburt des Kindes – erlebt sicherlich die Frau. Dennoch sollten die neuen Herausforderungen und Erfahrungen, die der Mann in der Vorbereitung auf seine Rolle als Vater zum ersten Mal durchlebt, nicht unterschätzt werden.

Was bedeutet es, Vater zu werden

Zu realisieren, dass man bald Vater wird, ist für einen Mann eines der erstaunlichsten Erlebnisse – gleichzeitig kann es jedoch auch erheblichen Stress auslösen. Die Verantwortung gegenüber dem Baby und der Partnerin, den Erwartungen der Partnerin gerecht zu werden, sie während der Schwangerschaft und der Geburt zu unterstützen und auch in den ersten Lebensmonaten des Kindes eine tragende Rolle zu spielen, kann die Stabilität der Beziehung belasten und sich negativ auf die Leistungsfähigkeit im Beruf auswirken – was zusätzlichen Stress erzeugt. Für den Mann verändert sich die Situation grundlegend: Aus einer Zweierbeziehung mit der Partnerin wird eine Dreierkonstellation, in der er plötzlich als Rückhalt für Mutter und Kind gefordert ist.

Was erlebt die Partnerin während der Schwangerschaft?

Im Verlauf der neun Monate der Schwangerschaft befinden sich Väter oft in einer Art Schwebezustand. Sie erleben nicht die tiefgreifenden körperlichen und emotionalen Veränderungen der Mutter, was sicherlich zu einer „Ungleichheit“ in der Zeit führt, die benötigt wird, um die Rolle des Elternteils anzunehmen und eine emotionale Bindung zum Baby aufzubauen. Ein mangelndes Engagement in dieser frühen Phase kann sich negativ auf das Paar auswirken und zu Spannungen führen, die sich äußern können – müssen aber nicht.


Männer ziehen sich möglicherweise sogar vom Geschlechtsverkehr zurück, da sich der Körper der Frau verändert und sie das Gefühl nicht loswerden, dass die Intimität des Paares durch das Baby gestört wird.

Gemeinsames Arbeiten und gegenseitige Unterstützung bei den vielen Veränderungen während der Schwangerschaft sind wirklich grundlegend für das Wohlbefinden des Paares. Der Übergang vom Paarsein zum Elternsein sollte allmählich erfolgen. Ziele zu setzen ist nicht der richtige Weg, vielmehr sollte dieses neue Leben Tag für Tag angegangen werden, offen für Veränderungen sein und gegenseitiges Verständnis und Unterstützung zeigen.

Wie kann ich mich darauf vorbereiten, Vater zu werden?

Das erste Ziel eines werdenden Vaters ist die Schaffung einer sicheren und vertrauensvollen Umgebung, die der Frau Unterstützung bietet. Das Selbstbewusstsein, das mit der Mutterschaft einhergeht, wird noch vollständiger sein, wenn sich die werdende Mutter schon in den ersten Monaten sicher fühlt.

Es ist wichtig, sich aktiv an der Schwangerschaft zu beteiligen und die emotionale Reise Ihrer Partnerin von Anfang an zu teilen, denn das erleichtert Ihnen den Umgang mit den Momenten der Erschöpfung und des Stresses, die im Verlauf der neun Monate sicher auftreten werden. Kommunikation ist in diesem Abschnitt der Reise entscheidend: Der Vater muss wissen, welche Veränderungen auf ihn zukommen, um die werdende Mutter besser zu verstehen und zu begleiten. Dies wird das Paar vor negativen Auswirkungen bewahren, die durch die vielen Veränderungen auf die Beziehung einwirken können.


Niemand sollte sich ausgeschlossen fühlen; es ist wichtig, dass Väter wissen, dass Schwangerschaft und Geburt auch für sie eine einzigartige Erfahrung sind. Indem Sie gemeinsam lernen, festigen Sie die dringend benötigte Unterstützung, die ein Vater einer Mutter bieten kann: Schwangerschaft, Geburt und Stillen liegen alle bei der Mutter, aber ihr zu helfen zu wissen, dass sie es schaffen kann, ist die Rolle des Vaters.

Werfen wir einen genaueren Blick darauf, was Sie tun können, um sich auf die Vaterschaft vorzubereiten:

  • Zunächst ist es sehr wichtig, bei allen Terminen mit dem Frauenarzt und Geburtshelfer anwesend zu sein und an den Geburtsvorbereitungskursen teilzunehmen.
  • Arbeiten Sie gemeinsam mit Ihrer Partnerin daran, für jeden Termin Fragen vorzubereiten und führen Sie einen gemeinsamen Kalender mit allen Terminen.
  • Bitten Sie Ihre Partnerin, Ihnen mitzuteilen, wie es dem Kind geht und was sie gerade erlebt.
  • Der werdende Vater sollte bereits vor der Geburt mit dem Baby sprechen, Geschichten vorlesen und dem Baby ermöglichen, sich an seine Stimme zu gewöhnen.
  • Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Informationsbeschaffung. Es ist sehr wichtig, Bücher über die Schwangerschaft zu lesen oder spezielle Apps zu nutzen.

Der beste Ansatz ist, die Schwangerschaft gemeinsam Schritt für Schritt zu erleben, ohne die körperliche und verbale Kommunikation zu vernachlässigen. Es ist sehr wichtig, im Einklang mit Ihrer Partnerin zu bleiben und sich von den Dynamiken dieser neuen Rolle mitreißen zu lassen.

Was es heute bedeutet, Vater zu sein

Heutzutage sind Väter viel präsenter im Leben ihres Babys und spielen von den ersten Lebensmonaten an eine größere Rolle bei dessen Erziehung. Sie möchten Teil des Geschehens sein und spüren zwangsläufig eine Verschiebung ihrer Prioritäten. Vater zu werden bedeutet, Opfer zu bringen, ohne Angst davor zu haben, und diese als natürlichen Teil der Elternschaft zu akzeptieren. Neben der Stärkung der Bindung zwischen Vater und Kind trägt die aktive Beteiligung an der Erziehung des Babys dazu bei, Spannungen, die durch die Schwangerschaft entstehen können, zu überwinden.